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Kennst du das, der Tag fängt an, du bleibst an der Bettkante mit dem großen Zeh hängen. Die U-Bahn fährt dir vor der Nase weg. Du wirst von der Seite angerempelt und der „Chai to go“ ergießt sich über deine Jacke. Am Arbeitsplatz angekommen funktioniert der Computer nicht gleich. Weil du direkten Kunden-Kontakt hast, schauen Sie dich auch schon an. Mit der Frage in den Augen, – was dauert den da so lange? Das ist spätestens der Moment, wo ich merke wie es in mir das Brodeln anfängt und sich Worte und Gedanken in meinem Kopf formen, die nicht gerade yogisch sind.

Hier muss ich wieder auf die Charakterologie/Farbenlehre kommen, mein Rot-Anteil kickt so was von rein. Keine Geduld mehr, innerlich aufgewühlt und fertig zum Gegenangriff, die Emotionen kochen über. Ich merke geradezu wie ich nur darauf warte das man mir einen Anlass gibt abzugehen wie eine Rakete.

Manchmal gelingt es mir und ich kann den Gelbanteil oder Blauanteil aktivieren. Dazu besinne ich mich dann besser auf Yoga und atme ein paar mal tief durch, verlasse kurz den Arbeitsplatz, manchmal nutzt es auch mich einmal um die eigene Achse zu drehen mit ausgestreckten Armen, alles Unangenehme und Belastende lautstark auszuatmen und dann sich wieder dem Alltag stellen.

Schließlich ist der Arbeitstag vorbei und ich freue mich so was von, auf Yoga!

Ich öffne die Tür richte alles her für den Unterricht, es kommen die ersten Schüler und ich merke, wie ich in eine ganz andere Sphäre abgleite. Ich bin geduldig, ruhig, gelassen. Merke wie ich mich in die Schüler rein fühlen kann, wie ausgleichend ich auf sie wirke, als wäre ich ein anderer Mensch und der Rest des Tages ist gar nicht passiert.

Hund in sommerlicher Parkatmosphäre

nach unten schauender Hund, Adho Mukha Svanasana

Krätschhaltung im sommerlichen Garten

gekrätschte Vorwärtsbeuge, Upavistha Konasana

 

Im Yoga habe ich dann endlich meine Mitte gefunden und gebe mich wohl hauptsächlich gelb, das hilft mir die Teilnehmer mit ihren Problemen zu verstehen, auf sie eingehen zu können und auch Verständnis für ihre Bedürfnisse zu haben, Geduld und Gelassenheit, dazu kommt eine gesunde Mischung rot, damit mir der Unterricht nicht entgleitet, damit ich mich nicht im Erklären verliere sondern der Yoga und die Asanas im Vordergrund bleiben. Den Ticken blau sollte ich nicht vergessen in einer Yogastunde, blau gibt mir den Leitfaden, die Struktur, auch das ich Fragen zu Asanas fachgemäß beantworten kann, mich dabei auf das Wesentliche konzentriere, einfach sachlich bleibe. Im Yoga fällt es mir sehr leicht diese Balance zu schaffen und zu halten.

Die Antwort darauf, ich vermute, die Grundenergie, die Atmosphäre und Stimmung beim Yoga ist eben von Anfang an liebevoller und herzlicher, da fällt es leicht sich einzuklinken oder mitreißen zu lassen.

Die neuen Kurse bei www.yoga-dein-raum.com, beginnen ab dem 13.April 2015. Weitere Infos zu den Kursen findet ihr auf der Webseite unter: http://www.yoga-dein-raum.com/yoga/termine-anmeldung/

Das ist nur ein Grund, warum ich Yoga liebe, es holt mich immer wieder zu mir und meinem wahren Wesen zurück. Beim Yoga verfange ich mich nicht den Wirren und Täuschungen der Maya.

Maya=kosmische Täuschung_1

Das Leben ist und bleibt eine Bühne, auf der du, ihr, wir, ich uns täglich üben dürfen.

Lg Mahadevi alias MairoM

 

Written by Scannerin

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